Fachanwaltslehrgänge im Urheber- und Medienrecht

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Fachanwaltslehrgang Urheber- und Medienrecht: Was Sie brauchen

Für den Fachanwaltstitel im Urheber- und Medienrecht verlangt die FAO einen Lehrgang von mindestens 120 Zeitstunden mit mindestens drei Klausuren (§ 4, § 4a FAO) und 80 selbst bearbeitete Fälle, davon 20 gerichtliche Verfahren (§ 5 Abs. 1 Buchst. q FAO). Den Kenntniskatalog legt § 14j FAO fest. Die Liste oben zeigt die Lehrgänge, die aktuell über das Portal buchbar sind.

Das Urheber- und Medienrecht ist eine der kleinsten Fachanwaltschaften, entsprechend wenige Veranstalter bieten Lehrgänge an, und nicht alle lassen über das Portal buchen. Die Liste ist tagesaktuell.

Welche Lehrgangsformate gibt es im Urheber- und Medienrecht?

Lehrgänge in diesem Gebiet laufen als Präsenz- oder Hybridlehrgang in Modulen oder als Fernlehrgang im Selbststudium. Gerade in kleinen Fachgebieten ist das Selbststudium oft der einzige Weg ohne lange Anreise. Für alle Formate gilt § 4a Abs. 1 FAO: Die mindestens drei Klausuren werden in Präsenzform geschrieben, jede zwischen einer und fünf Zeitstunden, zusammen mindestens 15 Zeitstunden.

Was muss der Lehrgang im Urheber- und Medienrecht abdecken?

§ 14j FAO nennt sieben Bereiche: das Urheberrecht einschließlich Verwertungsgesellschaften, Leistungsschutzrechten, Urhebervertragsrecht und internationalen Abkommen; das Verlagsrecht einschließlich Musikverlags- und Musikvertragsrecht; das Recht der öffentlichen Wort- und Bildberichterstattung; das Rundfunkrecht; die wettbewerbs- und werberechtlichen Bezüge einschließlich Titelschutz; Grundzüge des Medien- und Telekommunikationsrechts, des Veranstaltungsrechts und der Kulturförderung; sowie Verfahrensrecht und die Besonderheiten des Prozessrechts.

Der letzte Punkt wiegt schwer: Presse- und Äußerungssachen laufen überwiegend im einstweiligen Verfügungsverfahren mit Fristen, die in Stunden gerechnet werden. Datenschutz, IT-Verträge und Plattformregulierung gehören dagegen zum Informationstechnologierecht nach § 14k FAO.

Welche praktischen Erfahrungen verlangt § 5 FAO?

80 Fälle aus den letzten fünf Jahren aus allen Bereichen des § 14j Nr. 1 bis 6 FAO. Auf Urheberrecht, Verlagsrecht und Berichterstattungsrecht müssen jeweils mindestens fünf Fälle entfallen; mindestens 20 Fälle müssen gerichtliche Verfahren sein.

Was kostet ein Fachanwaltslehrgang im Urheber- und Medienrecht?

Die Gebühren liegen im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich; Selbststudiums-Varianten sind in der Regel günstiger. Die konkreten Preise stehen in der Liste oben, die Verleihungsgebühr der Rechtsanwaltskammer kommt hinzu.

Wann lohnt sich der Fachanwaltstitel Urheber- und Medienrecht?

Zum 1. Januar 2026 führten nach der BRAK-Statistik 412 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte den Titel, ein Jahr zuvor waren es 480. Die Zahl ist klein, die Sichtbarkeit dafür groß: Wer Verlage, Medienhäuser, Agenturen oder Kreative berät, konkurriert mit wenigen Titelträgern. Markt, Verdienst und Abgrenzung zum IT-Recht: Fachanwalt Urheber- und Medienrecht werden. Den Überblick über alle Fachgebiete gibt der Leitartikel Fachanwalt werden 2026.

Und nach dem Titel? Die Fortbildungspflicht nach § 15 FAO

Mit dem Titel beginnt die Pflicht zu 15 Zeitstunden Fortbildung je Fachgebiet und Kalenderjahr. Sie greift schon vor der Verleihung: Wird der Antrag nicht im Kalenderjahr des Lehrgangsbeginns gestellt, ist ab diesem Jahr Fortbildung nach § 15 FAO nachzuweisen (§ 4 Abs. 2 FAO). Anrechenbare Veranstaltungen finden Sie unter Fortbildungen im Urheber- und Medienrecht nach § 15 FAO, bis zu fünf Stunden im Jahr auch im Selbststudium Urheber- und Medienrecht.