Fachanwaltslehrgänge im Transport- und Speditionsrecht

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Fachanwaltslehrgang Transport- und Speditionsrecht: Was Sie brauchen

Für den Fachanwaltstitel im Transport- und Speditionsrecht verlangt die FAO einen Lehrgang von mindestens 120 Zeitstunden mit mindestens drei Klausuren (§ 4, § 4a FAO) und 80 selbst bearbeitete Fälle, davon 20 gerichtliche oder Schiedsverfahren (§ 5 Abs. 1 Buchst. n FAO). Den Kenntniskatalog legt § 14g FAO fest. Die Liste oben zeigt die Lehrgänge, die aktuell über das Portal buchbar sind.

Das Transport- und Speditionsrecht gehört zu den kleinsten Fachanwaltschaften. Lehrgänge finden deshalb nicht in jedem Jahr und nur bei wenigen Veranstaltern statt, und nicht alle lassen über das Portal buchen. Die Liste ist tagesaktuell; ist sie leer, lohnt ein Blick in einigen Wochen erneut.

Welche Lehrgangsformate gibt es im Transport- und Speditionsrecht?

Lehrgänge in diesem Gebiet laufen in der Regel als Präsenz- oder Hybridlehrgang in Blöcken, häufig mit Online-Bausteinen. Für alle Formate gilt § 4a Abs. 1 FAO: Die mindestens drei Klausuren werden in Präsenzform geschrieben, jede zwischen einer und fünf Zeitstunden, zusammen mindestens 15 Zeitstunden.

Was muss der Lehrgang im Transport- und Speditionsrecht abdecken?

§ 14g FAO nennt neun Bereiche, die drei Rechtsmaterien bündeln: das Recht des nationalen und grenzüberschreitenden Straßentransports einschließlich AGB- und Transportversicherungsbedingungen; den Transport zu Wasser, auf der Schiene und in der Luft; den multimodalen Transport; den Gefahrguttransport mit seinen Straf- und Bußgeldvorschriften; das Transportversicherungsrecht; das Lagerrecht; das Internationale Privatrecht; Zollrecht, Zollabwicklung und Verkehrssteuern; sowie die Besonderheiten von Prozessführung und Schiedsgerichtsbarkeit.

Abzugrenzen ist das Verkehrsrecht: Dort geht es um Unfallregulierung und Verkehrsstrafrecht aus Sicht des Fahrzeugführers, hier um die Haftung des Frachtführers für die Ware.

Welche praktischen Erfahrungen verlangt § 5 FAO?

80 Fälle aus den letzten fünf Jahren, davon mindestens 20 gerichtliche Verfahren oder Schiedsverfahren. Die Fälle müssen den Straßentransport nach § 14g Nr. 1 FAO und mindestens zwei weitere Bereiche der Nr. 2 bis 8 berühren, mit jeweils mindestens drei Fällen.

Was kostet ein Fachanwaltslehrgang im Transport- und Speditionsrecht?

Präsenz- und Hybridlehrgänge in kleinen Fachgebieten liegen preislich im mittleren vierstelligen Bereich, weil sich die Kosten auf wenige Teilnehmer verteilen. Die konkreten Preise stehen in der Liste oben, die Verleihungsgebühr der Rechtsanwaltskammer kommt hinzu.

Wann lohnt sich der Fachanwaltstitel Transport- und Speditionsrecht?

Zum 1. Januar 2026 führten nach der BRAK-Statistik 212 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte den Titel, einer auf rund 790 Zugelassene. Wer Spediteure, Frachtführer, Logistiker oder deren Versicherer berät, hat mit dem Titel praktisch keine Konkurrenz vor Ort. Markt, Verdienst und Abgrenzung zu Verkehrs- und Versicherungsrecht: Fachanwalt Transport- und Speditionsrecht werden. Den Überblick über alle Fachgebiete gibt der Leitartikel Fachanwalt werden 2026.

Und nach dem Titel? Die Fortbildungspflicht nach § 15 FAO

Mit dem Titel beginnt die Pflicht zu 15 Zeitstunden Fortbildung je Fachgebiet und Kalenderjahr. Sie greift schon vor der Verleihung: Wird der Antrag nicht im Kalenderjahr des Lehrgangsbeginns gestellt, ist ab diesem Jahr Fortbildung nach § 15 FAO nachzuweisen (§ 4 Abs. 2 FAO). Anrechenbare Veranstaltungen finden Sie unter Fortbildungen im Transport- und Speditionsrecht nach § 15 FAO, bis zu fünf Stunden im Jahr auch im Selbststudium Transport- und Speditionsrecht.