Doppel-Dozetur für einen umfassenden Einblick in die Praxis. Unsere Referenten vermitteln Ihnen in dem Seminar sowohl die anwaltliche als auch die richterliche Sichtweise. Die unterschiedlichen Herangehensweisen ermöglichen Ihnen eine optimale Nutzbarkeit und Übertragung des Erlernten in Ihren anwaltlichen Berufsalltag.
Themenauswahl:
Gebühren, Streitwerte und PKH
Nicht wenige Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte verschenken täglich Geld. Dies, weil detaillierte Kenntnisse zur Streitwertfestsetzung fehlen. Auch im PKH-Verfahren lassen sich Fehler einfach vermeiden. Die beiden erfahrenen Dozenten, die gemeinsam seit 2009 als Referenten für ZORN-Seminare tätig sind, werden als Richter und Anwalt aus der jeweiligen Perspektive berichten und Wissen vermitteln, das in der anwaltlichen Praxis hilfreich ist.
- Der neue Streitwertkatalog vom 01.02.2024
- Gegenstandswerte in der arbeitsgerichtlichen Praxis
- Welche Anträge werden derzeit wie bewertet?
- Was kommt als "Mehrwert" für einen Vergleich in Betracht?
- Fallstricke bei der Abrechnung vermeiden
- Wann kann ich PKH-Gebühren abrechnen? Wie sieht es mit einem Vorschuss aus?
- Welche Wirkungen entfalten, § 61 Abs. 1 ArbGG, § 63 GKG?
- Aktuelle Rechtsprechung zum Thema
Low Performer
Können oder wollen die Beschäftigten nicht , das fragen sich viele Arbeitgeber. Was raten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ihren Mandantinnen und Mandanten, wenn sie mit dieser Frage um rechtlichen Rat bitten. Das Seminar vermittelt die Grundsätze zum Thema der Schlecht- und Minderleistung, beleuchtet die diversen Varianten der Arbeit (Arbeit im Betrieb, Außendienst, Home Office, mobiles Arbeiten) und zeigt arbeitsrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten unter Beachtung der aktuellen Rechtsprechung auf.
- Begriff der Minder- und Schlechtleistung
- Bestimmung von Inhalt und Leistungspflicht
- Direktionsrecht
- Kontrollen und Beweisverwertungsverbot
- Arbeitsrechtliche Reaktionsmöglichkeiten (Abmahnung, Versetzung, Kündigung)
- Haftungsfragen
- Aktuelle Rechtsprechung zum Thema
Rechtsprechungs-Update 2024
Die Rechtsprechung im Arbeitsrecht erfindet das Rad nicht neu, kann aber neue Räder entwickeln. Während manche Dinge so langsam ausdiskutiert sind bzw. nicht viel Neues zu erwarten ist, etwa im Bereich der Rechtsprechung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, werden woanders juristische Leitplanken neu gesetzt und juristische Pflöcke neu eingeschlagen. Die Rechtsprechung des 5. Senats des BAG zu Vergütungs- und Annahmeverzugsfragen sowie zur Erschütterung des Beweiswert von AU-Bescheinigungen ist beispielhaft hierfür.
Rechtsprechung aus Luxemburg und sogar Straßburg zwingt uns, über manche Ansichten zum Teil völlig neu nachzudenken: Gibt es für Schwerbehinderte vielleicht doch Kündigungsschutz während der Probezeit? Gibt es trotz § 12a ArbGG doch Fälle begründeter Gebührenerstattungsansprüche? Muss das BAG darüber nachdenken, ob bei der Verdachtskündigung doch die strafrechtliche Unschuldsvermutung gilt? Und was tut sich im kollektiven Arbeitsrecht?
Außerdem findet man noch so manche juristischen Perlen, allerdings oft erst auf den zweiten Blick, und schon gar nicht dort, wo man sie vermutet hätte.
Wir werden die vorgenannten Perlen und judikativen Entwicklungen in den richterlichen und anwaltlichen Blick nehmen und wichtige Entscheidungen aus Deutschland, Luxemburg und Straßburg mit Ihnen analysieren und darüber diskutieren, welche Auswirkungen für die Praxis sich daraus ergeben.