Das Seminar ergänzt das Grundlagenseminar "Aussage gegen Aussage - Grundlagen und Verteidigungsstrategien" um die aussagepsychologischen und rechtlichen Besonderheiten von Aussage gegen Aussage im Bereich der Sexualdelikte, der Straßenverkehrsdelikte und in der Revision. Anhand typischer Fallkonstellationen werden die besonderen Anforderungen an die Aussageanalyse und Beweiswürdigung und die hierzu passenden Verteidigungsstrategien beleuchtet.
Themenauswahl:
- aussagepsychologische Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen
- deliktsspezifische Besonderheiten bei der Aussageanalyse, insb. Entstehung und Entwicklung der Aussage
- Suggestionseffekte – Befragungstechniken
- Therapieeinflüsse
- Praxisprobleme aussagepsychologischer Begutachtung
- Wahrnehmungsschwierigkeiten im Straßenverkehr
- Erinnerungsschwierigkeiten nach Unfallgeschehen
- Geschwindigkeitsschätzungen, subjektive Sicherheit
- Aussageanalyse zu Straßenverkehrsgeschehen wie z.B. Geschwindigkeitsverstößen, Unfallflucht, Nötigungen im Straßenverkehr, fingierten Unfälle
- Einflüsse auf die Aussageentstehung z.B. am Unfallort
- Anforderungen an den Revisionsvortrag bei Aussage gegen Aussage
- Aufhebungsträchtige Fallgestaltungen
- höchstrichterliche Rechtsprechung
- praxisrelevante Beispielsfälle