Reduzierung der Netto-Seminargebühr um 45 % möglich - ESF-Plus Antrag ist gestellt. Seminarpreis: € 3.690,00 – umsatzsteuerbefreit – ESF-Förderung möglich, sofern bewilligt wird und TNin in Baden-Württemberg wohnt oder arbeitet. Es erfolgt sodann eine Reduzierung der Seminargebühr um 45 % = € 1.660,50, so dass die Seminargebühr € 2.029,50 - umsatzsteuerbefreit - beträgt. Die ESF-Plus Förderung wird direkt bei Rechnungsstellung in Abzug gebracht, die TeilnehmerInnen bezahlen den um die ESF-Förderung geminderten Rechnungsbetrag H
Fachlehrgang - 120 Zeitstunden verteilt auf 4 Blöcke
Sofern Sie nicht die Bezeichnung "Zertifizierte*r Mediatior*in anstreben, können Sie sich mit diesem Lehrgang 15 FAO-Stunden in den Fachanwaltschaften "Arbeitsrecht" oder "Erbrecht" oder "Familienrecht" oder "Handels- und Gesellschaftsrecht" anrechnen lassen.
Block 1: Mittwoch, 07.04. - Samstag, 10.04.2027 Block 2: Donnerstag, 13.05. - Samstag, 15.05.2027 Block 3: Donnerstag, 17.06. - Samstag, 19.06.2027 Block 4: Mittwoch, 21.07. - Samstag, 24.07.2027
Uhrzeiten: Mittwochs, Donnerstags und Freitags jeweils 09:00 Uhr – 19:30 Uhr Samstags, 09:00 Uhr – 15:30 Uhr
Der Lehrgang ist gedeckelt auf 20 Teilnehmer/-innen. Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt.
Nicht immer erwarten die Mandanten von ihren Anwälten eine reine Prozessvertretung, sondern oftmals auch eine Lösung des Konflikts außerhalb des Gerichtsverfahrens. Der Lehrgang bietet für Rechtsanwälte die Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen im Bereich der Verhandlungs- und Kommunikationstechnik zu optimieren und ihr Beratungsangebot um ein weiteres Angebot, die Mediation, zu erweitern. Der Lehrgang vermittelt Mediation, als strukturiertes und interessenorientiertes Verfahren sowie darüber hinausgehend viele nützliche Tools für die Gestaltung von Mandantengesprächen, Verhandlungen und schwierigen Gesprächssituation im allgemeinen. Nicht zuletzt kann jeder auch unabhängig von der beruflichen Tätigkeit von der Mediationsausbildung profitieren, indem sie hilft, die eigene Kommunikations- und Konfliktfähigkeit zu stärken.
Inhalte des Fachlehrgangs: In den vier Kursmodulen werden Struktur und Phasenablauf der Mediation sowie die methodischen Fertigkeiten zur erfolgreichen Gestaltung eines Mediationsverfahrens vermittelt.
Im Mittelpunkt steht dabei eine interessensorientierte Gesprächsführung, für die es die Kompetenz braucht, zu ergründen, worum es den Konfliktparteien „wirklich“ geht, d.h. welche Interessen und Anliegen hinter den vordergründigen Positionen stehen. Nur so wird eine sogenannte Win-Win Lösung möglich, die die wahren Interessen der Parteien berücksichtigt, egal ob in einer Konflikt- oder einer Verhandlungssituation.
Didaktisch werden die unterschiedlichen Themen im Kurs theoretisch erarbeitet und anhand von praktischen Übungen, Kleingruppenarbeit, Selbstreflektion und Simulationen vertieft. Hierzu dienen Fälle aus verschiedenen Anwendungsfeldern der Mediation, wie Arbeit, Familie, Nachfolge, Wirtschaft, usw.
Modul 1: Einführung und Grundlagen der Mediation:
Grundlagen und Prinzipien der Mediation Abgrenzung Mediation und andere Konfliktlösungsverfahren Der Unterschied von Kompromiss und Konsens Ablauf und Rahmenbedingungen eines Mediationsverfahrens: vom Mediationsvertrag bis zur Abschlussvereinbarung Psychologie von Wahrnehmung und Kommunikation, von Sendern und Empfängern Basistechniken mediativer, interessensorientierter Gesprächsführung Rolle und Aufgaben des Mediators Recht der Mediation und Recht in der Mediation
Modul 2: Rahmen der Mediation: Auftragsklärung und Themenfindung:
Vorbereitung der Mediation: vom Erstkontakt zum Arbeitsbündnis Auftragsklärung und Umgang mit verschiedenen Kliententypen Umgang mit zahlenden Auftraggebern Entwicklung von Themenbereichen Methodische Vielfalt in der Mediation Konflikttheorie und Konfliktdynamiken Reflektion des eigenen Konfliktverhaltens Einzelgespräche in der Mediation
Modul 3: Konflikterhellung und -bearbeitung: von Positionen zu Interessen:
Grundlagen interessenorientierten Verhandelns Unterscheidung von Positionen, Themen, Interessen und Bedürfnissen Methoden zur Interessensklärung Nutzen von und Umgang mit Emotionen Grundhaltung mediativer Gesprächsführung Förderung von gegenseitigem Verstehen und Verständnis Schwierige Gesprächssituationen in der Mediation Visualisierung in der Mediation Leitbilder der Mediation Modul 4: Lösungsfindung und Vereinbarung: von Interessen zu Lösungsoptionen –- Psychologie der Gerechtigkeit – Abschlüsse in der Mediation:
Kreativitätstechniken zur Entwicklung von Lösungsoptionen Bewertung und Auswahl von Lösungsoptionen Grundlagen und Methoden der Verhandlungsführung Einbeziehung und Umgang mit Außenexperten Konkretisierung von Lösungsideen und Maßnahmeplänen Abschließende Vereinbarung, Dokumentation und Umsetzung von Lösungen Praxistransfer: eigene Rolle und Selbstverständnis als Mediator/in, Vernetzung, Verbände, Möglichkeiten der Akquise sowie Supervision und Intervision
II. Fachlehrgang im Detail insgesamt 120 Stunden Die Gewichtung wird wie folgt vorgenommen:
Einführung und Grundlagen der Mediation 18 Std.
Prinzipien, Verfahrensablauf und Phasen der Mediation Kommunikations- und Arbeitstechniken in der Mediation Abgrenzung der Mediation zum streitigen Verfahren und zu anderen alternativen Konfliktbeilegungsverfahren Überblick über die Anwendungsfelder der Mediation Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation 30 Std.
Rahmen für die Zusammenarbeit – Mediationsvertrag Stoff- und Themensammlung, Priorisierung Interessenerforschung und Konflikterhellung Sammlung, Bewertung und Auswahl von Optionen Abschlussvereinbarung Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der Mediation
Einzelgespräche Co-/Teammediation, Mehrparteienmediation, Shuttle-Mediation Einbeziehung Dritter Weitere Rahmenbedingungen
Vor- und Nachbereitung von Mediationsverfahren Dokumentation/Protokollführung Gesprächsführung, Kommunikationstechniken 18 Std.
Grundlagen der Kommunikation (z.B. vier Botschaften einer Nachricht) Kommunikationstechniken (z. B. aktives Zuhören, Paraphrasieren, Fragetechniken, Verbalisieren, Reframing,verbale und nonverbale Kommunikation) Techniken zur Entwicklung und Bewertung von Lösungen (z. B. Brainstorming, Mindmapping, sonstige Kreativitätstechniken, Risikoanalyse) Visualisierungs- und Moderationstechniken Umgang mit schwierigen Situationen (z. B. Blockaden, Widerstände, Eskalation, Machtungleichgewichte) Verhandlungstechniken und –kompetenz 12 Std.
Grundlagen der Verhandlungsanalyse Verhandlungsführung und Verhandlungsmanagement: intuitives Verhandeln, Verhandlung nach dem Harvard-Konzept/integrative Verhandlungstechniken, distributive Verhandlungstechniken Konfliktkompetenz 12 Std.
Konflikttheorie (Konfliktfaktoren, Konfliktdynamik und Konfliktanalyse; Eskalationsstufen; Konflikttypen) Erkennen von Konfliktdynamiken Interventionstechniken Recht der Mediation 6 Std.
Rechtliche Rahmenbedingungen: Mediatorvertrag, Berufsrecht, Verschwiegenheit, Vergütungsfragen, Haftung und Versicherung Einbettung in das Recht des jeweiligen Grundberufs Grundzüge des Rechtsdienstleistungsgesetzes Recht in der Mediation 12 Std.
Bedeutung / Rolle des Rechts in der Mediation Abgrenzung von zulässiger rechtlicher Information und unzulässiger Rechtsberatung in der Mediation durch den Mediator Rolle des Mediators in Abgrenzung zu den Aufgaben des Parteianwalts Sensibilisierung für das Erkennen von rechtlich relevanten Sachverhalten bzw. von Situationen, in denen den Medianden die Inanspruchnahme externer rechtlicher Beratung zu empfehlen ist, um eine informierte Entscheidung zu treffen Mitwirkung externer Berater in der Mediation Rechtliche Besonderheiten der Mitwirkung des Mediators bei der Abschlussvereinbarung Rechtliche Bedeutung und Durchsetzbarkeit der Abschlussvereinbarung unter Berücksichtigung der Vollstreckbarkeit Persönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis 12 Std.
Rollendefinition, Rollenkonflikte Aufgabe und Selbstverständnis des Mediators (insbesondere Wertschätzung, Empathie, Respekt und innere Haltung) Allparteilichkeit, Neutralität und professionelle Distanz zu Medianden und Konflikt Macht und Fairness in der Mediation Umgang mit eigenen Gefühlen Selbstreflexion (z. B. Bewusstheit über die eigenen Grenzen aufgrund der beruflichen Prägung und Sozialisation).
Nach Abschluss des Lehrgangs erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat mit den entsprechenden Inhalten. Eine Prüfung/Klausur ist nicht zu absolvieren.
Sofern Sie über eine Fachanwaltschaft im "Familienrecht" oder "Erbrecht" oder "Arbeitsrecht" oder "Handels- und Gesellschaftsrecht" verfügen, können Sie sich 15 FAO-Stunden auf diese Fachanwaltschaft anrechnen lassen, sofern Sie nicht den Titel "Zertifizierte*r Mediatior*in" anstreben.
Dozenten:
Alle Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, einen weiteren Lehrgang in unserem Institut von 10 Zeitstunden online zu absolvieren, um den Titel "Zertifizierte*r Mediator*in" zu erlangen.
Die Kursgebühr kann in einer Summe entrichtet werden oder in 5 gleichbleibenden monatlichen Raten ab 01.04.2027
Hinweis: Sofern Sie die Bezeichnung „Zertifizierte/r Mediator*in“ anstreben, haben Sie zusätzlich noch einen Lehrgang mit 10 Zeitstunden zur Online-Mediation zu absolvieren. Diesen Termin werden wir in Kürze bekanntgeben an.
Reduzierung der Netto-Seminargebühr um 45 % möglich - ESF-Plus Antrag ist gestellt.
Lebenslanges Lernen und berufliche Fortbildung sind auch ein Anliegen der Europäischen Union.
Das Seminar wird voraussichtlich vom ESF-Plus gefördert - Antrag ist gestellt. Es handelt sich hier um eine einkommensunabhängige Fachkursförderung durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ESF.
Bitte beachten Sie, dass nur begrenzte Fördermittel zur Verfügung stehen und die Anträge (Zielgruppenabfrage sowie Teilnehmerfragebogen) VOR Beginn der Veranstaltung vorliegen müssen.