Worum geht es?
Automatisierte Fahrfunktionen sind bis zur sogenannten Stufe 2 bereits heute in vielen Fahrzeugen vorhanden oder sogar gesetzlich vorgeschrieben (automatische Notbremse). In diesen Fällen ist immer der/die Fahrzeugführende verantwortlich, es handelt sich um Assistenzsysteme. Erst ab Stufe 3 übernimmt der Hersteller für ausgewählte Situationen die Verantwortlichkeit. Jedoch gibt es auch hier Einschränkungen, die insbesondere mit den Grenzen der Umfelderfassung zusammenhängen. Diese Grenzen gibt es aber nicht nur bei vollautomatisierten Fahrzeugen, sondern auch dann, wenn der Fahrer in der Verantwortung bleibt, weil es sich lediglich um ein Assistenzsystem handelt. Fehlfunktionen dieser System können durchaus einen relevanten Einfluss auf das Zustandekommen von Unfällen haben.
Für eine sichere Bewertung und rechtliche Einordnung einer Unfallsituation ist daher die Kenntnis der Funktionsweise der Systeme erforderlich.
Anhand von Beispielen und Fahrversuchen werden die Möglichkeiten und Grenzen aktueller Fahrzeuge vorgestellt (z. B. Mercedes EQE, Tesla Model 3, VW Passat etc.) und die Probleme bei der Wahrnehmung durch den/die Fahrzeugführende diskutiert.
Was sind die Schwerpunkte?
- Stufen des automatisierten Fahrens nach SAE
- Darstellung der Assistenzsysteme und ihrer Funktionsweisen
- Funktionsweise und Beschränkungen der Umfeldwahrnehmung (z.B. Witterung)
- Beispiele für Fehlfunktionen in aktiven Eingriffssituationen