Verhandlungsverfahren eröffnen öffentlichen Auftraggebern die Möglichkeit, Leistungen zu beschaffen, die genau auf ihren individuellen Bedarf zugeschnitten sind. Beschaffungsgegenstand und Auftragsbedingungen werden im Rahmen von Verhandlungen mit den Bietern fortentwickelt, konkretisiert und optimiert. Dies gilt nicht nur für den Oberschwellenbereich: Durch das Vergabebeschleunigungsgesetz sind Verhandlungsvergaben im Unterschwellenbereich aufgewertet worden. Verhandlungsvergaben mit Teilnahmewettbewerb stehen Auftraggebern nach Wahl frei zur Verfügung, ohne dass es eines Rechtfertigungsgrundes bedarf. Ziel des Seminars ist es, Verhandlungsverfahren bzw. Verhandlungsvergaben rechtssicher auszugestalten und durchzuführen. Das Seminar behandelt systematisch alle wesentlichen Schritte der Verfahren, von den Rahmenbedingungen über die Ausgestaltung der Verhandlungen bis zur Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Gestaltungsspielräume des Auftraggebers und ihre Grenzen gelegt. Die neueste Rechtsprechung wird einbezogen.
- Rechtsrahmen im Oberschwellenbereich und im Unterschwellenbereich
- Zulässigkeit von Verhandlungsverfahren/Verhandlungsvergaben
- Verhandlungsverfahren/Verhandlungsvergaben mit Teilnahmewettbewerb – Öffentliche Verhandlungsvergaben
- Verhandlungsverfahren/Verhandlungsvergaben ohne Teilnahmewettbewerb
- Eignung der Bewerber
- Auftragsbekanntmachung und Vergabeunterlagen
- Erstangebote, Vergabe auf der Grundlage der Erstangebote
- Ausgestaltung der Verhandlungsphase durch den Auftraggeber
- Verhandlungsinhalt und -rahmen
- Verhandlung in mehreren Phasen
- Grenze der Verhandlungen/Verhandlungsverbot
- Endgültige Angebote
- Wertung der endgültigen Angebote, insbesondere von Präsentationen und Konzepten
- Dokumentation
- Bieterschutz